Interaktiver Selbst-Check · EU AI Act Risikoklasse

EU AI Act Risikoklasse bestimmen

Beantworten Sie wenige Ja/Nein-Fragen und erfahren Sie, ob Ihr KI-System nach dem EU AI Act voraussichtlich als hochriskant gilt und welche Pflichten ungefähr auf Sie zukommen. Das Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Rechtsrat und kein Ersatz für eine Einzelfallprüfung.

5 Fragen · sofortiges Ergebnis indikativ, kein Rechtsrat
Selbst-Check zur EU-AI-Act-Risikoklasse eines KI-Systems

In wenigen Fragen zur ersten Einordnung

Finden Sie in wenigen Fragen heraus, ob Ihr KI-System nach dem EU AI Act voraussichtlich hochriskant ist und welche Pflichten ungefähr gelten, indikativ, nicht rechtsverbindlich.

Der EU AI Act ordnet jedes KI-System einer von vier Risikoklassen zu. Verbotene Praktiken sind untersagt. Hochriskante Systeme tragen die anspruchsvollsten Pflichten, etwa wenn die KI ein reguliertes Produkt oder dessen Sicherheitsbauteil nach Anhang I ist oder in einem sensiblen Bereich nach Anhang III eingesetzt wird. Systeme mit begrenztem Risiko trifft vor allem die Transparenzpflicht, und bei minimalem Risiko bestehen kaum besondere Vorgaben. Wo Ihr System landet, entscheidet sich an seinem Zweck und seinem Einsatzkontext, nicht an der Technik allein.

Dieser Selbst-Check ersetzt keine juristische Prüfung. Er gibt Ihnen eine erste, ehrliche Tendenz und einen Ausgangspunkt für das Gespräch. Alle Antworten bleiben in Ihrem Browser; es werden keine Eingaben übermittelt.

Ist Ihr KI-System voraussichtlich hochriskant?

Beantworten Sie alle Fragen mit Ja oder Nein. Sie erhalten sofort eine indikative Einordnung samt nächster Schritte.

Ist Ihr KI-System ein reguliertes Produkt oder eine Sicherheitskomponente davon, etwa ein Medizinprodukt, eine Maschine oder ein Fahrzeug, nach Anhang I?
Setzen Sie KI in einem Hochrisiko-Bereich nach Anhang III ein, etwa Biometrie, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung und Personalauswahl, wesentliche private oder öffentliche Dienste, Strafverfolgung, Migration oder Justiz?
Beeinflusst die Ausgabe des Systems wesentliche Entscheidungen über natürliche Personen, etwa die Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern, die Kreditwürdigkeit oder den Zugang zu Leistungen?
Wird das System in der EU in Verkehr gebracht oder für Personen in der EU genutzt?
Fehlt eine durchgängige, wirksame menschliche Aufsicht, die die Ausgabe prüfen und übersteuern kann?

Was kommt nach dem Selbst-Check?

Aus der indikativen Tendenz machen wir eine belastbare, dokumentierte Einordnung, rechtlich geführt und auf Ihren konkreten Anwendungsfall zugeschnitten.

Der AI Governance Check ist der saubere nächste Schritt: Wir prüfen die Einstufung Ihres Systems im Einzelfall, ordnen die Pflichten des EU AI Act ein und liefern eine priorisierte, board-taugliche Roadmap mit nachvollziehbarer Dokumentation. So wissen Sie, ob und wann welche Pflichten greifen.

Brauchen Sie laufende Begleitung statt einer einmaligen Standortbestimmung, übernimmt unser AI Officer die fortlaufende KI-Governance: er pflegt Ihr KI-Inventar, hält Richtlinien und Nachweise aktuell und begleitet neue Modelle und Anwendungsfälle, bevor sie produktiv gehen.

Beides wird rechtlich geführt: Wo ein SIDD-Anwalt in anwaltlicher Funktion berät, können Ihre Angaben dem Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB unterliegen. Den genauen Schutzumfang klären wir mandatsbezogen.

Warum SIDD für die EU-AI-Act-Einordnung

Die Einstufung eines KI-Systems ist zuerst eine Rechtsfrage, abgesichert durch eigene Technik. Genau dort liegt unser Schwerpunkt.

Rechtlich geführte Klassierung

Ob ein System hochriskant ist, entscheidet sich an Rechtsbegriffen des EU AI Act und am Zusammenspiel mit produktbezogenem Recht. Die Einordnung führen promovierte Juristinnen und Juristen mit CIPP/E, nicht nur ein Tool.

Technik und Pentest für KI

Mit drei dedizierten KI-Services, AI Governance Check, AI Officer und AI Security, decken wir den EU AI Act von der Erstklassifizierung über die laufende Governance bis zum Pentest von LLM- und Agentensystemen ab.

Mehrsprachig und unabhängig

Wir beraten in Deutsch, Französisch und Englisch, relevant für die Romandie und EU-Mutterhäuser. Da wir kein eigenes SOC verkaufen, bleiben unsere Empfehlungen unabhängig.

Schweizer Berufsgeheimnis

Wo ein SIDD-Anwalt in anwaltlicher Funktion berät, können Ihre Angaben dem Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB unterliegen, zusätzlich zur vertraglichen Vertraulichkeit. Den genauen Schutzumfang klären wir mandatsbezogen.

Häufige Fragen zur EU-AI-Act-Risikoklasse

Welche Risikoklassen gibt es im EU AI Act?

Der EU AI Act kennt vier Stufen: verbotene Praktiken, hochriskante Systeme, Systeme mit begrenztem Risiko und Systeme mit minimalem Risiko. Verbotene Praktiken sind untersagt, hochriskante Systeme tragen die anspruchsvollsten Pflichten, bei begrenztem Risiko greift vor allem die Transparenzpflicht, und bei minimalem Risiko bestehen kaum besondere Vorgaben.

Was bedeutet hochriskant konkret?

Hochriskant bedeutet, dass das System die strengsten Pflichten erfüllen muss: dokumentiertes Risikomanagement, Daten-Governance, technische Dokumentation und Protokollierung, transparente Informationen, eine wirksame menschliche Aufsicht und eine Konformitätsbewertung mit CE-Bezug. Ein System gilt typischerweise als hochriskant, wenn es ein reguliertes Produkt oder dessen Sicherheitsbauteil nach Anhang I ist oder in einem sensiblen Bereich nach Anhang III eingesetzt wird.

Ab wann gelten die Pflichten für Hochrisiko-KI?

Die Anwendungsfristen für Hochrisiko-KI liegen ab 2026/2027, abhängig davon, ob das System unter Anhang I oder Anhang III fällt. Diese Fristen sind jedoch im Rahmen des Digital Omnibus in Revision und können sich verschieben. Sie sollten im Einzelfall geprüft werden; wir verfolgen die Entwicklung und ordnen Ihren konkreten Zeitplan ein.

Was gilt für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI)?

Für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck gelten eigene Pflichten, etwa technische Dokumentation, Informationen für nachgelagerte Anbieter und die Beachtung des Urheberrechts, bei Modellen mit systemischem Risiko zusätzlich verschärfte Anforderungen. Diese Pflichten gelten unabhängig von der Risikoklasse Ihrer konkreten Anwendung und können zusätzlich greifen, wenn Sie ein solches Modell einsetzen oder anpassen.

Risikoklasse im Einzelfall absichern?

Wir prüfen Ihr KI-System gegen den EU AI Act, mit priorisierter Roadmap und nachvollziehbarer Dokumentation.